That's me!

Über mich

Schon als kleiner Junge interessierte ich mich nicht etwa für Fußball, sondern für alles was Knöpfe hatte und was man ein- und ausschalten konnte. So gesehen war die Uhrmacherwerkstatt meines Vaters natürlich ein kleines Paradies. Etwa 1986 entdeckte ich – früher als viele meiner Altersgenossen – das Interesse an Computern, welches allerdings in der DDR für einen 11-jährigen kaum zufrieden zu stellen war. Dank der Nähe meiner Schule zum damaligen Reichsbahn-Rechenzentrum mit seinen robotron- und sowjetischen Rechenungetümen gelang ein erster Einstieg. Richtig spannend wurde es, nachdem 1987 mit dem Commodore 64 erstmals West-Hightech zu Hause Einzug hielt. Die Spiele (Boulder Dash, Commando, Elite) waren der Renner und die Freunde standen Schlange…

Gleichzeitig wuchs mein Interesse an elektronischer Musik. Die Initalzündung hierfür fand im Dachbodenzimmers meines Bruders statt, der eine Stereoanlage (damals noch eine Seltenheit) sein Eigen nannte und ich dort die Amiga-Schallplatte “Greatest Hits” von Depeche Mode hörte. Laut. Stundenlang. Neben Depeche Mode wurde ich aber auch ein großer Fan der Ende der achtziger Jahre aufkommenden Acid-House :-) Musik.

Nach der Wende wurde der Commodore 64 recht schnell gegen einen Amiga 2000 ersetzt, wodurch mir erstmals selbst nennenswerte Möglichkeiten zur elektronischen Klangerzeugung zur Verfügung standen. Die Möglichkeiten des Amiga-Soundchips “Paula” mit seinem 8 bittigen 4 Kanal-Sound waren legendär. Hoffentlich besitzt niemand mehr alte Kassetten von mir, mit denen ich damals regelmäßig die Freunde aus der Nachbarschaft traktiert habe…

Irgendwie habe ich es dann aber doch geschafft, mir nach diversen CASIO-Keyboards irgendwann einen richtigen Synthesizer, einen Korg M1, zusammenzusparen. Obwohl die Klangqualität überragend war, so waren doch die Sounds irgendwie nicht das, was ich brauchte. Tolle Flöten, Pianos und Nylongitarren… aber wo waren all die Sägezäne, Squarewaves und Resonanzfilter, die in den angesagten Dancetiteln zu hören waren? Also nochmal das Lager gewechselt und einen Yamaha SY85 angeschafft… immerhin schon mit Diskettenlaufwerk und Samplingoption, was verdammt an den um ein vielfaches teureren Emulator II+ erinnerte, den Depeche Mode benutzen. Im Laufe der Zeit folgten immer mehr Synthis und Studioequipment. In dieser Zeit lernte ich auch Thomas “ThoSo” kennen, und wir gründeten das Amacin’ Studio – weniger ein reales Musikstudio als ein gemeinsames Studioprojekt.

Ein paar Jahre später verloren wir aber mehr und mehr die Lust am Musikmachen. Die hohen Ausgaben für die benötigte Hardware standen in keinem Verhältnis zum musikalischen Ergebnis. Also verkauften wir das ganze Equipment wieder und wandten uns anderen Projekten zu…

Inzwischen sind gut 10 Jahre ins Land gegangen und die Art, elektronische Musik zu machen, ist eine ganz andere geworden. Wo sich früher Berge von Hardware türmten stehen heute nur noch ein leistungsstarker PC (oder cooler “Digital Audio Workstation”), ein Masterkeyboard und zwei Nahfeldmonitore. Die ganzen Synthesizer und Effektgeräte stecken nun als Software im Computer, lassen sich fast beliebig oft duplizieren und werden von A – Z digital verarbeitet, was eine früher für Homestudios ungeahnte Soundqualität ermöglicht – kein Rauschen, kein Brummen. Höchste Zeit also, wieder loszulegen…

Die Leidenschaft für Depeche Mode ist bis heute erhalten geblieben. Trotz ihres ohnehin schon ungewöhnlich breiten und inspirirenden Klangspektrums vermögen sie es, sich immer wieder neu zu erfinden, ohne dabei jedoch ihre Wurzeln zu vergessen. Thank you Depeche Mode,

from bringing me here
for showing me home.